eco stands - Qualitätsstandards in der Berufsausbildung für Umweltberater/innen

'Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung hochqualitativer Standards für die Berufsausbildung von Umweltberater/innen.

Die Aufgabe von Umweltberatungsorganisationen und Umweltberatern besteht im Allgemeinen in der Beratung von privaten Haushalten, Konsumenten, Unternehmen sowie lokalen, regionalen und nationalen Behörden, Regierungen, Verteilern (Lehrer, Journalisten) hinsichtlich der Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung.

Dabei fungieren sie als Mediatoren zwischen Öffentlichkeit, Firmen, Behörden, Wissenschaftlern und Politikern. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Entwicklung von Pionierprojekten und lösungsorientierten Vorschlägen basierend auf der bereits erworbenen Praxiserfahrung. Die Besonderheit der Arbeit von Umweltberater/innen zur Umsetzung staatlicher Richtlinien im wachsenden Bereich Umweltschutz liegt darin, dass sie nicht nur die erforderlichen technischen Qualifikationen mitbringen, sondern auch eine Annäherung der teilnehmenden Interessensvertreter und Bürgerschaft fördern, um vielmehr freiwillige Vereinbarungen zu erwirken und dauerhafte Konflikte zu vermeiden. Die Grundfragestellung des Projektes ist folgende: Welche Kompetenzen und welches Know-How benötigt ein/e Umweltberater/in um sein/ihr Wissen an Zielgruppen, Verteiler und Bürger übermitteln zu können?

Innerhalb des Projektes sind folgende Schritte geplant:

  • Die fortlaufende Analyse des gegenwärtigen Standes und die erforderliche Analyse der Umweltberatung in den teilnehmenden Ländern hinsichtlich mehrerer Kriterien (Tätigkeitsprofil von Umweltberater/innen, Vorbildung der Arbeitnehmer/innen, Aufbau der Umweltberatung, Nachfrage am Arbeitsmarkt, Ausbildungsprogramm, nationale Rolle der Umweltberatung, Gender-Kriterien, Strategien).
  • Die Entwicklung von Qualitätsstandards in der Berufsausbildung von Umweltberater/innen hinsichtlich Perspektiven und Grunsätze von Gender-Mainstreaming und nachhaltiger Entwicklung. Als Grundlage der Qualitätstandards werden die Anforderungen in den teilnehmenden Länder dienen. Die Erstellung von Qualitätsstandards stellt einen Meilenstein im Erlangen von Anerkennung und der Etablierung des Tätigkeitsprofils für Umweltberater/innen dar.
  • Basierend auf den Qualitätsstandards werden bestimmte Ausbildungsmodule (d.h. Ausbildungskurs, E-learning Module) entwickelt. Die Module werden begleitet sein von Ausbildungsunterlagen in englischer Sprache sowie in einigen Sprachen teilnehmender Länder. Des Weiteren besitzen die Ausbildungsmodule, gemäß der zahlreichen europäischen Partner, einen europäischen Hintergrund und verfolgen europäische Zielsetzungen. Folgende Module sind geplant:
  • E-learning Module, die Basiskentnisse enthalten, wie beispielsweise ökologische Grundkentnisse und Umweltrecht. Diese Module werden in die jeweilige Nationalsprache der teilnehmenden Länder übersetzt sein.
  • Der Ausbildungskurs "Train-The-Trainer" wird neben sozialen und kommunikativen ebenso das Training methodischer Kompetenzen beinhalten.
  • Testphase und Evaluierung der Ausbildungsmodule: Die E-learning Module werden innerhalb der teilnehmenden Organisationen geprüft. Etwa 20 Umweltberater/innen der beteiligten Länder werden am Ausbildungskurs teilnehmen, wobei die Arbeitssprache Englisch sein wird. Die Lernphase des Kurses wird an die 10 Tage dauern und nach erfolgreichem Abschluss der Teilnehmer mit einem Zertifikat beendet.
  • Das Lobbying für die Qualtiätsstandards in der Umweltberatung wird auf euopäischer und nationaler Ebene stattfinden und deren Implementierung schließlich auf nationaler Ebene in den teilnehmenden Ländern durchgeführt.

Die multinationale und multisektorale Partnerschaft zwischen Umwelt- und Bildungsorganisationen ebenso wie Universitäten und Ausbildungseinrichtungen stärken den grenzüberschreitenden Charakter des Erfahrungsaustausches. Die Entwicklung von Fähigkeiten die auf das Hauptthema Umwelt abzielt wird mit dem Gebrauch neuer Technologien (E-Learning Module) kombiniert.

Die Partnerschaft zwischen den EU Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten garantiert eine Weitergabe von Erfahrung und Wissen, weshalb dieses Projekt auch die Aufnahme der Beitrittsländer in die Europäische Union unterstützt.

Partnerschaft:

“die umweltberatung” Verband Österreichischer Umweltberatungsstellen Berufsförderungsinstitut OÖ Umweltberatungen in Deutschland, Belgien, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Frankreich und Italien

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